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Antisemitismus erkennen und ächten

Landesbischof July gratuliert zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana

Stuttgart. Zum Beginn des jüdischen Jahres 5781 sendet Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July Glück- und Segenswünsche an die Israelitische Religionsgemeinschaft und ihre Gemeinden. „Nun stehen bei Ihnen die hohen Feiertage an, die mit Rosch Haschana beginnen. Auch diese können nur sehr eingeschränkt stattfinden“, macht July in seinem Schreiben an die Gemeinden deutlich.

Der immer noch in unserer Gesellschaft vorhandene Antisemitismus bereitet dem Landesbischof große Sorge.Juliane Eva Eberwein/elk-wue.de

Gedanken um die Zukunft der Gemeinden, aber auch der Menschen, verbinden die Gläubigen beider Religionen, schreibt der Landesbischof weiter. „Wir bitten Gott darum, dass er Ihre und unsere Gemeinden gestärkt aus der Krise herausführen wird und dann auch in absehbarer Zeit wieder ohne alle Einschränkungen Gottesdienste und gemeindliches Leben stattfinden können.“ 

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July.Siegfried Denzel/elk-wue.de

Antisemitismus bereitet große Sorge

Große Sorge bereite ihm, dass Antisemitismus auch in unserer Gesellschaft noch immer vorhanden sei, schreibt July. Er sei eine Quelle der Gewalt und Bedrohung besonders für die jüdischen Mitmenschen und Gemeinden, aber auch für das grundsätzliche Zusammenleben in Frieden und Freiheit.

„Wir drängen auf verstärkte Maßnahmen der Prävention und Strafverfolgung vonseiten der Politik. Zudem wollen wir auch weiterhin von unserer Landeskirche aus das Mögliche tun, dass Antisemitismus erkannt und geächtet wird“, sagte der Landesbischof zu. Die Landeskirche wolle die Verbundenheit mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft und ihren Gemeinden weiter stärken, genau wie das gemeinsame Wirken für die Freiheit und Würde jedes Menschen.