In Württemberg kamen im vergangenen Jahr 8.770.943 Euro Spenden und Kollekten zusammen, das ist etwas weniger als im Vorjahr, teilt Brot für die Welt mit. Bundesweit hätten zwar mehr Menschen gespendet, zugleich sei das Spendenvolumen aber um rund eine Million Euro zurückgegangen.

Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, sagt: „Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer für ihre Spenden an Brot für die Welt. Besonders jetzt, da in Deutschland und international für die kommenden Jahren bei der Entwicklungszusammenarbeit gekürzt wird, ist jede Spende ein wichtiges Signal“. Die leicht gesunkenen Spenden, Kollekten und Nachlässe habe das Werk vor allem durch Mittel der Bundesregierung und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes kompensieren können, teil Brot für die Welt mit. So hätten im Vergleich zum Vorjahr rund neun Millionen Euro mehr zur Verfügung gestanden, um Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen.
Insgesamt standen dem Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 341,7 Millionen Euro zur Verfügung. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit rund 3.000 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren wieder Afrika und Asien. Rund 89,8 Prozent der verwendeten Mittel, 293,9 Millionen Euro, hat Brot für die Welt für die Programmarbeit ausgegeben. Im Fokus der Arbeit lag Ernährungssicherung und Armutsbekämpfung. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 10,2 Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als angemessen.
Die Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zeigen sich laut Brot für die Welt noch nicht in den zur Verfügung gestellten Mitteln im vergangenen Jahr. Trotzdem schränken die angekündigten Kürzungen schon jetzt die langfristige Arbeit des Werkes ein, da weniger neue Partner gefördert werden können und Projekte weltweit auslaufen werden.
Brot für die Welt setzt sich als Nichtregierungsorganisation und Werk der evangelischen Kirchen für globale Gerechtigkeit, Frieden und Bildung sowie gegen Hunger und Armut ein. Gemeinsam mit mehr als 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in 77 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.
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