Menschlichkeit am Bahnhof

Bahnhofsmissionen befinden sich am Tor zur Stadt

Anders als die meisten Beratungsstellen der kirchlichen Sozialarbeit definieren sich die Bahnhofsmissionen nicht über eine bestimmte Zielgruppenklientel, sondern über ihren Standort: den Bahnhof.

Bahnhofsmissionen sind offen für alle Menschen am Bahnhof: Reisende, die Hilfe benötigen, Menschen, die im Bahnhof oder bei der Bahn arbeiten, und alle anderen, die sich am und im Bahnhof aufhalten.

So sind Bahnhofsmissionen erste Anlaufstationen für Menschen, die sich im Netz der sozialen Hilfe nicht zurechtfinden - aus welchen Gründen auch immer. Sie sind letzte Anlaufstelle für Menschen, die durch alle Netze einer Stadt fallen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmissionen sind Fachleute in der Erstversorgung und Weitervermittlung. Vermutlich keine andere Stelle in Verband und Stadt hat so viele Informationen über die sozialen Einrichtungen einer Stadt parat.

Unterwegs mit der Bahnhofsmission

Unterwegs mit "Bahnhofsmission mobil" | 16.05.2018

Die Arbeit in den Bahnhofsmissionen geschieht in der ökumenischen Zusammenarbeit von katholischen und evangelischen Christinnen und Christen. "Christlich" heißt: Immer steht der Mensch mit seiner unantastbaren Würde an erster Stelle. Wie die Person auch aussieht, in welchem Zustand sie auch kommt: Die Person ist als Mensch das Ebenbild unseres Gottes und wert, angenommen zu werden.

Bahnhofsmissionen sind keine "Vorposten" von Kirche und Diakonie, sondern mittendrin im diakonischen Dienst. Gerade im Bemühen um den Ansatz einer missionarischen Kirche haben die Bahnhofsmissionen mit ihrem reichen Erfahrungsschatz, ihrer Vorreiterrolle gelebter Ökumene und nicht zuletzt mit ihrer zentralen Lage in der Stadt viel zu bieten, dessen sich die Gemeinden vor Ort bedienen können.

Kontakt

Ev. Oberkirchenrat, Dezernat 1: Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche

Heidehofstraße 20

70184 Stuttgart

0711 2149-521

dezernat1@elk-wue.de

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