"Gott hat eine Schwäche für die Schwachen"

Der neue Heilbronner Regionalbischof Harald Stumpf ruft auf zur Solidarität mit den Armen

Stuttgart/Heilbronn. "Gott hat eine Schwäche für die Schwachen", sagte der Regionalbischof von Heilbronn, Harald Stumpf (53), bei der Einsetzung in sein neues Amt am 12. Februar in der Kilianskirche in Heilbronn. Deshalb solle man auch die Christen und die Kirchen an der Seite derer finden, die arm und krank sind. Kirche solle für andere da sein. "Lassen Sie uns die gesellschaftlichen Entwicklungen wach beobachten, geistlich, theologisch begleiten, um dann vom Evangelium her eine Zeitansage zu machen, wo es hilfreich ist", rief Stumpf die Gäste zum Einsatz für Benachteiligte auf.

In seiner Festrede zur Einsetzung des neuen Prälaten sagte Landesbischof Frank Otfried July: "Mit Harald Stumpf übernimmt ein gemeindenaher und zugleich in kirchenleitender Tätigkeit erfahrener Theologe die Aufgaben eines Regionalbischofs in der Prälatur Heilbronn". Eine große gemeinsame Aufgabe werde es sein, in einer sich verändernden Gesellschaft Kirche zu bauen.

Stumpf, 1958 in Meckenbeuren im Bodenseekreis geboren, ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Er studierte in Tübingen sowie im kanadischen Vancouver Theologie, war Vikar in Renningen und Pfarrer in Gingen an der Fils. Dann ernannte ihn der frühere Landesbischof Gerhard Maier zu seinem persönlichen Referenten und zum Leiter des Bischofsbüros. 2006 wurde Harald Stumpf zum Dekan in Freudenstadt gewählt und trat damit die Nachfolge von Ulrich Mack an, dem heutigen Prälaten von Stuttgart.

Oliver Hoesch