„Ein neues Lied“

Landesbischof July am Ostersonntag in der Stuttgarter Stiftskirche

Stuttgart. Der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July stellte in seiner Predigt am Ostersonntag, 1. April, den Wandel von Tod zu neuem Leben in den Mittelpunkt. „Spiel‘ mir das Lied vom Tod“ hat seit Ostern ausgepfiffen – der Tod singt nicht die letzte Strophe“ so der Landesbischof.

„Auch wenn uns scheinen mag, dass um uns herum die meisten und die lautesten Stimmen die des Todes, der Gewalt sind: Verblendete Terroristen, die sich und viele andere in den Tod befördern, unverantwortliche Diktatoren und Politiker, die mit Atomdrohungen durch die Weltpolitik wandern, als ob das ein Spiel wäre“. In diese dunklen Töne bringe die Auferstehungsbotschaft von Jesus Christus die Kraft von Versöhnung und Neubeginn. Mit der Auferstehung Jesu Christi sei eine neue Zeit angebrochen, sagte July in der Stuttgarter Stiftskirche. Er mahnte, nicht zuzulassen, dass die „verführerische Melodie des ‚Spiel‘ mir das Lied vom Tod` in unserem Umgang mit werdendem und endendem Leben in unserer Gesellschaft breiter greife.

Stattdessen seien Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Hoffnung und Erlösung „die Zeichen der neuen Melodie.“ „Gott handelt. Das macht uns im ersten Moment sprachlos, weil uns ein Geschehen überwältigt, dessen Kraft und Wahrheit außerhalb unserer Möglichkeiten liegt.“

Oliver Hoesch
Sprecher der Landeskirche