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Landeskirche zeichnet erfolgreiches Fundraising aus

Kirchenerhaltung, Orgelneubau und Gemeindearbeit als Topthemen

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat zehn Kirchengemeinden mit einem Fundraisingpreis ausgezeichnet. Es sind Gemeinden, die während der letzten Jahre besonders erfolgreich und kreativ um Spenden geworben, Sponsoren gewonnen oder Stiftungen gegründet haben. In den Preiskategorien Stiftung, Gesamtkonzept und Einzelmaßnahme wurden jeweils drei Plätze vergeben. Der erste ist mit 1.200 Euro, der zweite mit 800 und der dritte mit 400 Euro dotiert. Eine Gemeinde wurde mit einem undotierten Anerkennungspreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des landeskirchlichen Kirchengemeinderatstags am 23. April in Fellbach statt.

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Die Gewinner des Württembergischen Fundraisingpreises. © EMH/Thomas Rathay

„Beim Fundraising geht es vor allem darum, Menschen von der Bedeutsamkeit eines Vorhabens zu überzeugen“, erklärte Pfarrer Helmut Liebs, Fundraiser der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, in seiner Laudatio. Den ausgezeichneten Gemeinden sei das in besonderer Weise gelungen. Insgesamt hatten sich 29 Gemeinden mit einem Spendenprojekt beworben.

Den ersten Preis in der Kategorie „Stiftung“ erhielt die Kirchengemeinde Leonberg. Unter der Schirmherrschaft des früheren Präsidenten des VfB Stuttgart, Erwin Staudt, und des Dirigenten Helmuth Rilling hat sie innerhalb von zwei Jahren ein Vermögen von 371.000 Euro für die Stiftung Stadtkirche Leonberg und Michaelskirche Eltingen gesammelt. Aus den Erträgen sowie aus verbrauchbaren Vermögensanteilen sollen Erhaltungsmaßnahmen beider Kirchen finanziert werden. 

Eine neue Orgel brauchte die Martinskirche in Langenau (Kirchenbezirk Ulm). Dank einer mehrjährigen Spendenkampagne mit Benefizaktionen und Pfeifenpatenschaften wurden 560.000 Euro gesammelt und die Orgel finanziert. Dafür wurde die Kirchengemeinde mit dem ersten Preis in der Kategorie „Gesamtkonzept“ gewürdigt. 

Im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde war das Benefiz-Kirchenbrot in Donnstetten-Westerheim (Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen). Das gemeinschaftliche Vorbereiten, Backen und Verkaufen zugunsten der Gemeindearbeit brachte den ersten Preis in der Kategorie „Einzelmaßnahme“.

Weitere Gewinner kamen aus Ehningen, Aichwald, Wildberg, Zainingen, Holzmaden und Ersingen. Den Anerkennungspreis erhielt die Evangelische Kirchengemeinde Herrenberg für ihr Projekt „Zuflucht in der Fremde“. Dabei hat die Gemeinde 120.000 Euro gesammelt, um eine Stelle zur Flüchtlingsbetreuung zu finanzieren.

Die Preisgelder stifteten der Versicherer im Raum der Kirchen, die Evangelische Bank, das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg, die Evangelisches Medienhaus GmbH, die Fundraising Akademie, die Deutsche Post, Feil Marketing Fundraising und die Stiftung der Landeskirche.