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„Befreit – verbunden – engagiert!“

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa tagt in Basel

In Basel beginnt an diesem Donnerstag, 13. September, die 8. Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Unter dem Leitspruch "Befreit - verbunden - engagiert" beraten bis 18. September Delegierte aus mehr als 30 Ländern Europas über drängende Zukunftsfragen. Mit dabei ist Kirchenrat Klaus Rieth.

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Kirchenrat Klaus Rieth © EMH/Gottfried Stoppel

Herr Rieth, in Basel wird es unter anderem um drängende Zukunftsfragen wie Migration, Rechtsextremismus und Fremdenhass gehen. Was erwarten Sie sich von den Gesprächen?
Ich erwarte mir neue Impulse für unsere landeskirchliche Arbeit. Migration und Arbeit mit Geflüchteten stehen bei uns als Themen ganz oben. Da bin ich gespannt was andere Kirchen in Europa an Erfahrungen einbringen.

Welche Themen stehen noch auf der Tagesordnung? 
Es wird auch darum gehen, wer dem neuen Rat der GEKE angehört. Hier wird auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den großen Kirchen, den Minderheitenkirchen und den Migrationskirchen Wert gelegt.


Der 13-köpfige Rat führt zwischen den Vollversammlungen die Geschäfte der GEKE und bestimmt die Ausrichtung der theologischen und organisatorischen Arbeit der Gremien und der Geschäftsstelle der GEKE.


Die Versammlung steht unter dem Leitspruch „befreit, verbunden, engagiert“ – wie sieht das in der Praxis in der Zusammenarbeit zwischen den europäischen Kirchen aus?
Was die Solidarität miteinander angeht, sind wir als Kirchen in Europa wesentlich weiter als die Politik. Ein Beispiel ist die Flüchtlingsarbeit. Wir helfen als württembergische Landeskirche der kleinen evangelischen Kirche in Italien bei der Flüchtlingsbetreuung.

Insgesamt werden Delegierte aus über 30 Ländern Europas teilnehmen. Wie bringt sich die Württembergische Landeskirche ein?
Wir sind als Württemberger mit zwei Delegierten vertreten. Außerdem haben wir eine Besuchergruppe bestehend aus württembergischen Pfarrerinnen und Pfarrern, Dekaninnen und Dekanen, Schuldekaninnen und Schuldekanen. Sie können die Vollversammlung aus nächster Nähe erleben. Da bauen wir sehr auf den Multiplikatoreneffekt danach. Zusätzlich arbeitet gerade die württembergische Pfarrerin Kathrin Nothacker in der GEKE Zentrale in Wien mit und hat maßgeblichen Anteil am Zustandekommen dieser Vollversammlung. Ebenso dabei ist unsere Ulmer Prälatin Gabriele Wulz. Württemberg ist also sehr gut und prominent vertreten in Basel.

Was erwarten Sie sich von dem Treffen?
Ich erhoffe mir klare Aussagen zur Migrationspolitik und eine deutliche Ansage gegen alle rechtsradikale Bewegungen sowie theologische Weisungen für die nächsten Jahre.