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Ministerpräsident lobt Kirchen im Land

Kretschmann: Ohne Kirchen wäre Flüchtlingsarbeit nicht zu stemmen

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Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg. © www.baden-wuerttemberg.de

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Einsatz von katholischer und evangelischer Kirche für Flüchtlinge gelobt. "Ohne das Engagement von Kirche und Zivilgesellschaft wäre die große Aufgabe dieser Tage wirklich nicht zu stemmen", sagte Kretschmann laut Manuskript am Dienstagabend in Stuttgart vor rund 300 Gästen beim Jahresempfang der katholischen Bischöfe. Die "übergroße Hilfsbereitschaft" in der Bevölkerung für Asylbewerber stamme im Wesentlichen aus der christlichen Prägung des Landes. 

Die kirchliche Jugendarbeit leistet nach Überzeugung des Ministerpräsidenten einen wichtigen Beitrag zur Gemeinwohlorientierung junger Menschen. Jugendgremien seien eine "gute Schule der Demokratie". Kretschmann räumte ein, dass neue Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene, wie sie nun auch für junge Menschen geschaffen worden seien, manchmal die Bürgerschaft mehr spalte als zusammenführe. "Mehr Beteiligung macht also gewiss nicht immer glücklicher." Doch sei es die große zivilisatorische Errungenschaft der Demokratie, dass nach Austausch aller Argumente die Mehrheit entscheide. 

Auch Landtagspräsident Wilfried Klenk (CDU) würdigte die kirchliche Flüchtlingsarbeit. "Seien wir doch - vor allem anderen - einfach stolz auf die humanitäre Kraft unseres Landes und bedenken wir dabei, wie sehr sie im christlichen Glauben wurzelt?, sagte Klenk. Dagegen löse die Ablehnung von Asylbewerbern keines der unbestreitbaren Probleme. 

Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd)