Initiative der Kirchen zum Sonntagsschutz

Auch der Internetauftritt macht sonntags Pause

Mit dem Slogan "Gott sei Dank, es ist Sonntag" hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine Initiative zum Schutz des Sonntags gestartet.

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Die von der EKD entwickelte Kampagne bietet interessierten Kirchengemeinden und Einrichtungen Material für die Öffentlichkeitsarbeit: Plakate für Schaukästen, Tassen und ein Ladenöffnungsschild mit dem Slogan „Gott sei Dank, es ist Sonntag!“. Auf der Homepage sind Texte, Gottesdienstentwürfe und inhaltliche Impulse zum Schutz der Sonntagsruhe abrufbar. Allerdings ist bei diesem Internetauftritt sonntags Ruhetag – außer einem Text zum Sonntag und der Botschaft „Gott sei Dank, es ist Sonntag“ gibt es kein Angebot.

Nachdem mit der Föderalismusreform die Zuständigkeit für Fragen der Ladenöffnung auf die Bundesländer übergegangen sei, hätten einige Bundesländer die Absicht geäußert, die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage zu erweitern, erläutert der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, den Grund der Initiative.
Der Ratsvorsitzende kritisert: „Ein solches Vorhaben nimmt den Menschen vorrangig als Konsumenten wahr. Die Pflicht zum Schutz des Sonntags, die unsere Verfassung dem Staat aufgibt, scheint dabei überhaupt nicht im Bewusstsein zu sein.“ Dem halte die Kirche entgegen: „Der Sonntag ist als Tag des Gottesdienstes, der Muße und der Besinnung zu erhalten."