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Die Prälatur Heilbronn

Zwischen Unterland und Hohenlohe

Die Prälatur Heilbronn wird seit 1. Januar 2012 von Harald Stumpf geleitet. Er folgte auf Hans-Dieter Wille, der am 10. Juli 2011 in den Ruhestand verabschiedet wurde. 

Am 12. Februar 2012 wird der neue Prälat von Heilbronn, Harald Stumpf, um 15 Uhr in der Heilbronner Kilianskirche von Landesbischof Frank Otfried July in sein Amt eingesetzt. 

Der künftige Prälat Harald Stumpf

Stumpf, 1958 in Meckenbeuren am Bodensee geboren, gilt als einsatzfreudig und ideenreich. Der Vater von vier Kindern studierte in Tübingen sowie im kanadischen Vancouver Theologie. Er war Vikar in Renningen und Pfarrer in Gingen an der Fils. Dann ernannte ihn der frühere Landesbischof Gerhard Maier zu seinem persönlichen Referenten und zum Leiter des Bischofsbüros. 2006 wurde Harald Stumpf schließlich zum Dekan in Freudenstadt gewählt und trat damit die Nachfolge von Ulrich Mack an, dem heutigen Prälaten von Stuttgart.  

Kilianskirche Heilbronn

Prälatur Heilbronn
Alexanderstraße 70
74074 Heilbronn
Tel.: 07131 161116
Fax: 07131 162725
praelatur.heilbronn@dont-want-spam.elk-wue.de

Unbestrittenes Zentrum des Unterlandes und Oberzentrum von Franken ist Heilbronn. Die Stadt am Neckar ist nicht nur wichtiger Industrie- und Handelsstandort, sondern auch eine der größten Weinbaugemeinden.

Wenn auch vieles anders ist als im alten Herzogtum, die Liebe zum Trollinger macht den Heilbronner zum Württemberger. 15 Kirchenbezirke sind in dem Sprengel zwischen Unterland und Hohenloher Ebene zusammengefasst. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg unterhält in Franken ihre größte diakonische Bezirksstelle und verschiedenste diakonische Einrichtungen, Heime und Krankenhäuser. Außerdem ist in Waldenburg-Hohebuch mit der Ländlichen Heimvolkshochschule die zentrale Bildungsstätte der Bauernarbeit der Landeskirche angesiedelt.

Die eigene und zuweilen eigensinnige Prägung der Prälatur Heilbronn ist unübersehbar. Die Reichsstädte, allen voran Heilbronn und Schwäbisch Hall, haben als ehemalige Handelszentren zwischen Paris und Nürnberg ihren lebensoffenen Charakter bewahrt. Die Hohenloher Lande, im Winkel zwischen den Autobahnen nach Würzburg und Nürnberg gelegen, haben sich noch nie bedingungslos zu Württemberg gehörig gefühlt und auch der Name "Schwäbisch Hall" drückt nicht das Zugehörigkeitsgefühl der Bewohner aus. Die Stadt nennt sich "Schwäbisch", weil der Ort einmal zum "Schwäbischen Bund" gehörte.

Freude an zahlreichen Nachkommen hatte man hierzulande noch nie. Dahinter verbirgt sich nun keinesfalls Verklemmtheit, es hängt wohl eher mit der Besonderheit des Erbrechts zusammen. Auf der Hohenloher Ebene galt zumeist das "Anerbenrecht", nach dem der Hof samt Acker dem ältesten (oder jüngsten) Sohn ungeteilt weitergegeben wurde. Kaum eine Familie legte deshalb Wert darauf, mehr als zwei Kinder zu haben. Das Gebiet blieb bis heute bevölkerungsarm und zählt nach den Abwanderungen und dem Hofsterben der vergangenen Jahrzehnte zu den bevölkerungspolitischen Problemgebieten.

"Seelsorge an Seelsorgenden"

In der Prälatur Heilbronn ist auch das Angebot für die gesamte Landeskirche an Pfarrerinnen und Pfarrer, selbst Seelsorge in Anspruch zu nehmen, angesiedelt. Es unterstützt sie in ihrem Berufsalltag dabei, sich mit vielen Fragen auseinander zu setzen.

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