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Stenograf Gustav Ulmer

Synodenstenograph Gustav Ulmer [Foto: emh]

Fünf Stenografen wechseln sich in Akkordarbeit ab, um das, was während der Tagung der Landessynode gesprochen wird, zu stenografieren. Mit einem langjährigen Mitglied des Stenografen-Teams, Gustav Ulmer, haben wir kurz gesprochen.




 
elk-wue: Herr Ulmer, welche Aufgabe haben Sie bei der Landessynode?
Ulmer:
Ich bin hier bei der Synode als Stenograf tätig. Ich habe früher beim Landtag gearbeitet und bin seit mehreren Jahren im Ruhestand. Ich habe aber schon damals, soweit es der Dienst erlaubt hat, bei der Synode immer wieder mal bei den Sitzungen stenografiert.

elk-wue: Wie kamen Sie dazu, ausgerechnet für die Synode zu stenografieren?
Ulmer:
Ich war eine Zeit lang bei der Kirche beschäftigt. Ein älterer Kollege von mir wusste, dass ich Stenografie als Hobby betreibe. Als der Oberkirchenrat (OKR) bei der Synode dann wieder stenografieren lassen wollte, hat mein Kollege auf mich verwiesen, da es scheinbar nicht so einfach war, einen Stenografen zu finden.

elk-wue: Bei der Synode wurde also nicht immer stenografiert?
Ulmer:
Für eine kurze Zeit hat der Oberkirchenrat nur Aufnahmen machen lassen. Das war die Zeit, in der die Tonaufnahmegeräte aufkamen. Die Schreibkräfte beim OKR sollten das dann abtippen. Das hat allerdings viel zu viel Zeit in Anspruch genommen. Dadurch, dass man die Aufnahmen gespeichert vorliegen hatte, schob man ständig "wichtigere Arbeiten" vor, sodass die nächste Sitzung schon begann, obwohl die alte noch nicht fertig abgetippt war.

elk-wue: Also wurde wieder auf Stenografie umgeschaltet…
Ulmer:
Man kann sich ja vorstellen, was das für ein Aufwand ist, wenn man von einer Aufnahme abtippen muss und nicht professionell darin geschult ist. Also wurden wieder Stenografen gesucht und seither bin ich dabei.

elk-wue: Danke für das Gespräch!

 

 

 

 

 

 

 

 


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