Montag, 21. November 2011
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Landessynode: Gottesdienst als Mitte der Gemeinde?
Diskussion zum Jahr des Gottesdienstes bei der Herbsttagung der Landessynode.
Top 28: Bericht von der EKD-Synode
Das Reformationsjubiläum war ein wichtiges Thema bei der Synode der Vereinigten Lutherischen Kirchen Deutschlands, berichtete Getrud Dorn. Das Reformationsjubiläum werde vor allem durch theologische Motive bestimmt sein müssen, zitierte Dorn aus dem letzten Bericht von Bischof Friedrich. Fresh Expressions of Church gebe es nicht nur in der Anglikanischen Kirche, sondern auch bei der Union Evangelischer Kirchen, berichtete Eva Glock. Die EKD-Synode sei vor allem vom Thema Ökumene und Mission geprägt gewesen.
Zum Bericht von Gertrud Dorn
Zum Bericht von Eva Glock

- Martin Allmendinger (Kirche für morgen) [Foto: privat]
Top 5: Reaktionen auf den Bischofsbericht
"Gott dient uns – wir dienen Gott"
Martin Allmendinger sagte für den Gesprächskreis Kirche für morgen als Antwort auf den Bischofsbericht, "wir würden uns auch mehr darüber freuen, dass längst an anderen Orten und zu anderen Zeiten Gottesdienste gefeiert werden." Auch in Haus- und Bibelkreisen geschehe Gottesdienst. Für Gemeinschaftsstunden, Kirchengemeinderäten oder andere Gremien gälte dasselbe. "Dort, wo Menschen authentisch in der Nachfolge Jesu leben, geschieht Gottesdienst", so Allmendinger weiter. Im Sonntagsgottesdienst müsse es der Kirche gelingen, den Menschen eine Heimat zu geben. Der Grundzug "Gott dient uns –wir dienen Gott" müsse für den Gottesdienst Gültigkeit haben.

- Ellen Oberman (Evangelium und Kirche) [Foto: privat]
Top 5: Reaktionen auf den Bischofsbericht
Das "Jahr des Gottesdienstes" bietet viele Chancen
Das Jahr 2012 steht im Zeichen des Gottesdienstes. So sieht der Gesprächskreis Evangelium und Kirche vor allem das Wahrnehmen und Pflegen des Gottesdienstes im Vordergrund. Dabei sei es nicht wichtig einen gesteigerten Wettbewerb möglichst neuer pfiffiger und marketingorientierter Ideen zu entwickeln, so Ellen Oberman. Wichtig sei es jedoch, dass das geistliche Wachstum aus der Mitte der Kirche, also aus dem Gottesdienst heraus kommt. Außerdem liegt ein Schwerpunkt des Gesprächkreises darin, die Konfirmanden mehr in den Gottesdienst zu integrieren. Nach Obermann sollen Konfirmanden als gleichwertige Gemeindemitglieder wahrgenommen werden. Das kommende Jahr soll zum Experimentieren dienen um den Gottesdienst neu wahrnehmen zu können.

- Elke Dangelmaier-Vincon (Offene Kirche) [Foto: privat]
Top 5: Reaktionen auf den Bischofsbericht
"Wir brauchen Zeit und Raum für mehr Spiritualität"
Der Gesprächskreis Offene Kirche brachte in seiner Antwort zum Bericht des Landesbischofs zum Ausdruck, dass es ein qualifiziertes und breites Fortbildungsangebot für Ehren-und Hauptamtliche und eine neue Kultur der kollegialen Beratung braucht. Evangelischer Gottesdienst sei nie Selbstzweck. "Schon das Läuten der Kirchenglocken erinnert alle – auch die, die nicht kommen – an Gottes Gegenwart, Gottes Wirklichkeit", so Elke Dangelmaier-Vincon. Man solle das Gelingende wertschätzen und Verbesserungsbedürftiges aufspüren. Hektischer Aktionismus führe nur zu kurzfristiger Begeisterung unter den Menschen. Was man brauche, so Danglmaier-Vincon, sei Zeit und Raum für eigene Spiritualität, für Austausch und kreative Weiterbildung. "Gottesdienste müssen nicht spektakulär sein, aber berührend und bewegend", damit schließt der Gesprächskreis Offene Kirche seine Rede.

- Werner Schmückle (Lebendige Gemeinde) [Foto: privat]
Top 5: Reaktionen auf den Bischofsbericht
Würdigung für Ehrenamtliche gefordert
"Das Miteinander von Wort und Antwort prägt das reformatorische
Gottesdienstverständnis", sagte Werner Schmückle in seinem Votum für den
Gesprächskreis Lebendige Gemeinde als Antwort auf den Bischofsbericht. "Es kann
uns nicht gleichgültig sein, wenn nur wenige Gemeindeglieder den Gottesdienst
besuchen", so Schmückle weiter. Auch verdiene die Predigt besondere Beachtung. Zahlreiche Zweitgottesdienste seien der Versuch, Menschen, die den normalen Gottesdienst nicht besuchten, in ihrer Lebenswelt zu erreichen. Ehrenamtlich im Gottesdienst Mitwirkende sollten eine besondere Würdigung erfahren - das sei auch eine gute Aufgabe für das Jahr des Gottesdienstes, sagte Schmückle weiter.

- Justitia [Foto: Fotolia.de | GaToR-GFX]
Top 4: Wahl der Mitglieder des Kirchlichen Verwaltungsgerichts
Als Mitglieder für das Kirchliche Verwaltungsgericht vorgeschlagen wurden:
Vorsitz:
Dieter Eiche, Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Sigmaringen
Ordiniertes Mitglied:
Heidi Essig-Hinz, Pfarrerin, Waiblingen-Neustadt
Nichtordiniertes Mitglied:
Paul Eckert, Rechtsanwalt, Stuttgart
Als Stellvertretende Mitglieder für das Kirchliche Verwaltungsgericht vorgeschlagen wurden:
Stellvertretung im Vorsitz:
Roland Schanbacher, Richter, Remshalden
Stellvertretung des ordinierten Mitglieds:
Gerhard Schubert, Pfarrer, Ditzingen
Stellvertretung des nichtordinierten Mitglieds:
Michael Fritz, Dipl.-Betriebswirt, Kornwestheim
Top 30: Wechsel im Amt des Schriftführers
Matthias Böhler legt sein Amt als Schriftführer der Landessynode nieder. An seine Stelle tritt Angela Schwarz. Dem hat die Synode zugestimmt.

- Die Rechtssammlung der Landeskirche [Foto: emh
Top 3: Wahl der Zugewählten in einen Geschäftsausschuss
Die Jugendsynodale Marlene Küstermann möchte gerne im Rechtsausschuss mitarbeiten. Der Wahlvorschlag wurde eingebracht.

- Marlene Küstermann [Foto: emh]
Tops 1 und 2: Zuwahl und Verpflichtung Marlene Küstermann wurde für die Offene Kirche als Jugendsynodale zugewählt und verpflichtet. Bei ihrer Vorstellung vor dem Gremium sagte sie, sie wolle aktiv in der Synode mitarbeiten. Als Pfarrerstochter sei sie ohnehin daran interessiert, die Arbeit der Synode auch von innen kennen zu lernen.
Zum Kurzinterview
Zur Kurzvorstellung

- Markus Munzinger [Foto: privat]
Gottesdienst zu Beginn
"Als Kirche leiden wir mit dieser Welt mit, wie alle anderen", sagte Markus Munzinger in seiner Predigt zu Beginn der Herbsttagung. Mitleid sei hier zu wenig: "Hier ist Trost gefragt," so Munzinger. Den besten Trost gebe die Bibel - und die Hoffnung auf das Leben nach dem Tod.





![Landesbischof Frank Otfried July [Foto: Factum | Weise] Landesbischof Frank Otfried July [Foto: Factum | Weise]](typo3temp/pics/fd7bddf1be.jpg)

