Sexualisierte Gewalt

Prävention - Intervention - Hilfe

Sexualisierte Gewalt wahrnehmen und überwinden ist schon seit vielen Jahren Thema in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Mit Kampagnen wie "Verbündete Kirche" und Aktionen innerhalb der ökumenischen Dekade "Gewalt überwinden" und der Ausstellung "Rosenstraße" zur häuslichen Gewalt ist die Landeskirche dieses Thema immer offensiv angegangen. Die damalige Frauenbeauftragte Gabriele Bartsch hat mit der Initiative Verbündete Kirche bereits 1997 den "Runden Tisch Gewalt überwinden" einberufen. Ein Netzwerk innerhalb der Landeskirche, das Gewaltprävention im Bereich der Aus-, Fort- und in der Weiterbildung ermöglichen sollte.

Der Flyer "Gewalt an Frauen und Mädchen wahrnehmen und überwinden" von 1998 bietet Zahlen und Fakten zum Thema Gewalt und Missbrauch, Hilfestellungen bei Verdachtsmomenten, Ermutigungen und Bausteine für Gemeinden, die zu "Verbündete Kirche" werden können.

Im Jahr 2004 stellte die Landeskirche die Handreichung "Verantwortliches Handeln" bei Fällen von sexueller Belästigung und Grenzverletzung im Arbeitsumfeld Kirche vor.

Im Jahr 2008 folgte die Handreichung "Häusliche Gewalt. Interventionsmöglichkeiten in Fällen häuslicher Gewalt in Pfarramt, Diakonat und Religionsunterricht".

Außerdem gibt es eine Dienstvereinbarung zum Schutz vor sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

Die Landeskirche hat darüber hinaus dem Thema Missbrauch in ihrem Jahresbericht 2010 mehrere Seiten gewidmet.

0800 / 2255530 (kostenfrei)

Montag und Mittwoch: 9 bis 14 Uhr
Dienstag und Freitag: 16 bis 21 Uhr
Sonntag: 15 bis 20 Uhr

Das Telefon ist an Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember nicht besetzt.

Das Hilfetelefon richtet sich an:

  • Erwachsene, die in der Kindheit Missbrauch erlebt haben
  • Angehörige und soziales Umfeld von betroffenen Kindern und von erwachsenen Betroffenen
  • Fachkräften, denen Kinder und Jugendliche täglich anvertraut sind
  • Erwachsene, die einen Verdacht haben und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.

Mit der Kampagne "Kein Raum für Missbrauch" will der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs der Bundesregierung die Gesellschaft für das Thema sexuelle Gewalt sensibilisieren und einen offenen Diskurs anregen. Ziel ist ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexuelle Gewalt, damit sichere Orte für Kinder entstehen.


Detailliertere Informationen zu den Themen Prävention, Intervention und Hilfe finden Sie hier:

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Prävention

Seit 1. Juni 2014 gibt es eine Koordinierungsstelle "Prävention sexualisierter Gewalt". Diese Projektstelle ist auf drei Jahre befristet und hat zur Aufgabe die vorhandenen Präventionskonzepte zu bündeln, weiter zu entwickeln und damit ein Präventionskonzept der Landeskirche zu erstellen. Vielen ist "Prävention" im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt ein Begriff. Wie das vor Ort in den Einrichtungen, Kirchengemeinden, Dekanaten etc. aufgenommen werden kann, zeigen Beispiele und Arbeitshilfen aus der Landeskirche und der EKD.

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Intervention

Die württembergische Landeskirche hat eine Kommission eingerichtet, die Vorwürfen sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen nachgeht. Auch wenn wir es nicht wollen, kann es in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Verfehlungen geben, kann sexualisierte Gewalt vorkommen. Welche Handlungsschritte bei einem Verdacht oder einem gesicherten Vorfall zu tun sind, findet sich hier.

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Hilfe

Im November 2011 haben die Mitglieder des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch ihren Abschlussbericht vorgelegt. In diesem wurden ergänzende Hilfesysteme für Menschen empfohlen, die in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder in Institutionen erlitten haben und noch heute unter den Folgewirkungen leiden. Die Ansprechstelle berät und informiert über die unterschiedlichen Fonds für Betroffene von sexualisierter Gewalt.

Ansprechpartner

Dr. jur. Karin Kellermann-Körber

Unabhängige zentrale Ansprechstelle

Tübinger Straße 6
71088 Holzgerlingen

Tel.
07031 / 7495-17
Mail
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Ursula  Kress

Ursula Kress

Beauftragte für Chancengleichheit im Evangelischen Oberkirchenrat

Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart

Tel.
0711 / 2149-572
Fax
0711 / 2149-9571
Mail
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Miriam Günderoth

Projektstelle Prävention

Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart

Tel.
0711 / 2149-605
Fax
0711 / 2149-9605
Mail
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Angelika Küenzlen-Rass

Mitarbeiterin im Büro für Chancengleichheit

Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart

Tel.
0711 / 2149-571
Fax
0711 / 2149-9571
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  • Downloads
    • Rundschreiben des evangelischen Oberkirchenrats in Württemberg zum Monitoring über die neue Projektstelle Prävention sexualisierter Gewalt
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      Info: 28 KB | PDF
      07.09.2015

    • Sonderauswertung des 2. Monitorings der Empfehlung des Runden Tisches „sexueller Kindesmissbrauch“ durch die Rambol Management Consulting
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      Info: 254 KB | PDF
      07.09.2015

    • Vollständiger Bericht zur Sonderauswertung der Landeskirche in Württemberg
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      Info: 557 KB | PDF
      07.09.2015