"Bedeutendes Reformationsdenkmal des 21. Jahrhunderts"
Wittenberg/ Hannover. „Ich bin der festen Überzeugung, dass an diesem Ort eines der bedeutendsten Reformationsdenkmale des 21. Jahrhunderts entstehen wird.“ Das sagte der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Johannes Friedrich (München), am 20. September 2008 bei der Grundsteinlegung für den Luthergarten in Wittenberg.
Gemeinsam mit Wittenbergs Oberbürgermeister Eckhard Naumann, Propst Siegfried T. Kasparick (Wittenberg) für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland sowie der Planer des Luthergartens, Landschaftsarchitekt Dr. Andreas Kipar (Mailand/Duisburg) tat Friedrich den ersten Spatenstich.

"Und wenn morgen die Welt unterginge, so wollen wir doch heute noch unser Apfelbäumchen pflanzen" (Martin Luther).
Der Luthergarten, der auf der Andreasbreite in Wittenberg entstehen soll, wird ein ovaler Garten mit 500 Bäumen. In der Mitte wird es einen Platz in der Form der Lutherrose geben. Kirchen aus aller Welt und allen Konfessionen sind eingeladen, eine Patenschaft für einen der Bäume zu übernehmen und gleichzeitig einen Baum in ihrer Heimatgemeinde zu pflanzen, um die Patenschaft zu dokumentieren.
Auf diese Weise werde ein weltweites ökumenisches Netz gespannt, sagten die Initiatoren. "Es wird ein Zeichen der Verbundenheit, Vernetzung und Versöhnung der Kirche weltweit gesetzt."
In seiner Ansprache stellte Landesbischof Friedrich die Bedeutung Luthers heraus. In Wittenberg sei eine „neue Epoche im Gottes- und Weltverständnis“ eingeläutet worden. Vom Luthergarten gehe die Botschaft aus, dass Christen die Bibel und mit ihr Jesus Christus in das Zentrum ihrer Verkündigung stellen und für die Glaubens- und Gewissensfreiheit der Menschen eintreten. Ebenso gehe von ihm die Botschaft von der ökumenischen Verbundenheit der christlichen Kirchen aus, die in versöhnter Verschiedenheit leben. Schließlich entpuppe sich der Luthergarten auch als „gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche“. Der Leitende Bischof der VELKD würdigte in diesem Zusammenhang die „außerordentlich vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit“ mit der Lutherstadt Wittenberg.
Udo Hahn, Pressesprecher des DNK/LWB
[19. September 2009]
Weitere Informationen:
Zur Präsentation des Luthergartens






