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Texte des Glaubens

Den Glauben beim Wort genommen

Was einen wirklich angeht, darüber kommt man ins Reden. Das ist mit dem Glauben oft nicht anders. Schon in früheren Zeiten haben Menschen angefangen von Gott zu erzählen, weil sie ihre Glaubenserfahrungen nicht für sich behalten konnten.

Und weil ihre Geschichten aufgeschrieben wurden, haben wir sie heute schriftlich vorliegen. Einerseits hat so der Glaube Texte geschaffen, andererseits haben solche Texte ihren Lesern und Hörern dann wieder zum Glauben verholfen.

Durch Texte haben Menschen über Generationen hinweg Sinn und Lebensmut im christlichen Glauben gefunden. [Foto: Mele Avery | Fotolia.de]

In der Geschichte des Volkes Israel und der christlichen Kirche sind Texte entstanden, die in einzigartiger Weise vom Glauben an Gott sprechen. Und durch diese Texte haben Menschen über Generationen hinweg Sinn und Lebensmut im christlichen Glauben gefunden. Das gilt in besonderer Weise für die Heilige Schrift, die Bibel: Ob es Gebete oder Gebote, Lieder oder Geschichten sind – mit ihnen haben Menschen ihren Glauben mal mehr vertrauensvoll, mal fast verzweifelnd gelebt. Sie haben Gott ihre Freude und ihre Trauer gegeben, ihr Lachen und ihre Tränen.

Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster.

Aus Psalm 92

Doch neben diesen fest formulierten Bekenntnissen gehört zum christlichen Leben auch, den Glaube im Alltag zu bekennen: im Handeln, im Beten und im Verhältnis zu seinem Gegenüber. Deshalb gehört zum Christ Sein neben dem Bekenntnis mit Worten auch das Bekenntnis mit Taten. Darüber berichten auch die vielen Zeugnisse in der Bibel, davon singen die Lieder im Evangelischen Gesangbuch. Ob die "Zehn Gebote" oder Gebet aus der Bibel und im Leben entstanden, vorformulierte Texte sind immer eine Hilfe, selbst Worte zu finden.

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