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19. September 2006: 175. Geburtstag

Elias Schrenk

Elias Schrenk gilt als „Bahnbrecher der Evangelisation in Deutschland“ und gehört zu den Vätern der Gemeinschaftsbewegung.

Erich Schnepel urteilte über ihn: „Was in unserer Kirche an echtem Leben mit Jesus vorhanden ist, steht weithin auf den Schultern dieses Mannes. In seiner Frömmigkeit vereinigen sich pietistische Prägung, Einflüsse der Heiligungsbewegung und die Orientierung an biblisch – reformatorischer Theologie.

Erweckungsprediger und Bahnbrecher der Evangelisation in Deutschland

Elias Schrenk

Elias Schrenk wurde am 19. September 1831 in Hausen ob Verena bei Tuttlingen geboren. Der junge Elias Schrenk möchte gerne Pfarrer werden, doch der frühe Tod des Vaters verhindert die Erfüllung dieses Wunsches. Er erlernt den Beruf des Kaufmanns und beginnt 1854 die Ausbildung im Missionsseminar in Basel und ist zwischen 1859 und 1872 Missionar an der Goldküste, dem heutigen Ghana.

Gesundheitliche Probleme machen eine weitere Aussendung zum Missionsdienst unmöglich. 1875 wird er Reiseprediger für die Basler Mission in Hessen und Thüringen. Des anstrengenden Reisedienstes müde, lässt er sich 1879 als Prediger und Seelsorger der Evangelischen Gesellschaft nach Bern berufen. Hier findet er zu seiner eigentlichen Aufgabe und erlebt seine „Lehrlingsjahre als Evangelist“. Durch seine Wirksamkeit kommt es zu einer Erweckungsbewegung im Bernerland. Auf Anregung des ihm freundschaftlich verbundenen Praktischen Theologen Theodor Christlieb macht er seit 1884 erste Evangelisationsversuche in größeren deutschen Städten  ist ab 1886 bis ins hohe Alter als freier Evangelist in Deutschland tätig. Schrenk nennt drei Ziele für seine Evangelisationsarbeit: die Stärkung der Gläubigen gegenüber den Gefahren der Zeit, die Rettung von Sündern und die Erhaltung des lauteren Evangeliums in der evangelischen Kirche. Seine Erweckungspredigt zielt auf Bekehrung, auf persönliche lebendige Erfassung des Heils im gekreuzigten und auferstandenen Christus. Die Hörer seiner Predigt sollen ihres Heils gewiß werden und zum Dienst in der Gemeinde ermutigt und befähigt werden.

Vor allem in Württemberg kommt es im Rahmen seines evangelistischen und seelsorgerlichen Dienstes auch zu Erfahrungen der Krankenheilung durch den Glauben. In den ersten Jahren hat Schrenks Wirksamkeit manche Kritik erfahren, in späteren Jahren findet seine Tätigkeit auch in der Kirche weithin hohe Anerkennung. Bis zu seinem Tod am 21. Oktober 1913 in Bethel ist er unermüdlich zu Evangelisationsdiensten unterwegs.

Durch seinen Dienst wird Schrenk auch zu einer der führenden und prägenden Gestalten der deutschen Gemeinschaftsbewegung. Sein Referat über den biblischen Weg zu vermehrter Geistesausrüstung bei der Gnadauer Pfingstkonferenz im Jahr 1910 gilt als entscheidender Impuls zur Abwehr der Pfingstbewegung innerhalb der Gnadauer Bewegung. Sein Ruf zur Rückkehr zu einer biblisch – reformatorischen Rechtfertigunglehre wird in den Gemeinschaftskreisen gehört.

Werner Schmückle

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Weiterführende Links

Heiligenlexikon

Wikipedia

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Quelle: Landeskirchliches Archiv Stuttgart

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