21.03.2010, 325. Geburtstag
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Bis heute zählt J.S. Bach zu den bedeutendsten Komponisten, während er zu Lebzeiten als Organist, Cembalovirtuose und Meister der Improvisationen bekannt war. Seit dem 19. Jahrhundert wird seine geistliche Musik über kirchliche Kreise hinaus geschätzt. Ob Weihnachtsoratorium, Brandenburgische Konzerte, Wohltemperiertes Klavier, Johannes- oder Matthäuspassion - alle genießen Weltruf.
Johann Sebastian Bach (Quelle: epd Bildservice)
1685 wird Johann Sebastian Bach in Eisenach geboren. Sein Vater ist Stadtpfeifer und Hoftrompeter. Nach dem Tod der Mutter wächst er bei einem älteren Bruder auf. Mit 15 Jahren besucht er die Schule des Lüneburger Michaelisklosters. Weil er Mettenchorsänger ist, wird ihm das Schulgeld erlassen. Bereits mit 17 Jahren gilt sein Spiel auf Tasteninstrumenten als virtuos.
Ab 1703 ist der junge Bach als Lakai und Violinist in der Privatkapelle des Mitregenten Johann Ernst von Sachsen-Weimar angestellt. Dann wird er Organist und Chorleiter der Neuen Kirche in Arnstadt.
Die gute Bezahlung an seiner nächsten Station Mühlhausen ermöglicht es ihm, eine Familie zu gründen. 1707 heiratet er seine Cousine Maria Barbara Bach, mit der er sieben Kinder hat. Schon im Sommer 1708 lockt ihn ein finanziell lukrativeres Angebot als Organist und Kammermusiker nach Weimar an den Hof von Herzog Wilhelm Ernst.
Wichtige Kompositionen in Weimar
Dort entsteht ein Großteil seines Orgelwerks, darunter eine seiner wichtigsten Kompositionen, die Passacaglia c-Moll.1714 wird Bach zum Konzertmeister ernannt und ist verpflichtet, alle vier Wochen eine Kirchenkantate zu komponieren. 1717 wechselt er als Kapellmeister an den Hof des Fürsten Leopold nach Köthen. Dort stirbt 1720 seine Frau. Bach heiratet 1721 seine zweite Frau Anna Magdalena. Mit ihr hat er 13 Kinder.
Von 1723 an bis zu seinem Tode ist Bach als Thomaskantor und Musikdirektor in Leipzig tätig. Hier komponiert er mindestens 300 Kantaten, die Johannes- und die Matthäuspassion. Er übernimmt im Jahr 1729 die Leitung des Collegium Musicum der Stadt Leipzig, für das er weltliche Kantaten schreibt.
In seinen letzten Jahren leidet Bach an einer Augenkrankheit, die 1749 zur Erblindung führt. Bach stirbt am 28. Juli 1750 in Leipzig. Sein Grab befindet sich an seiner Hauptwirkungsstätte in der Leipziger Thomaskirche.
Juliane Baumgarten
Weiterführende Links
Wikipedia
www.bach.de
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Johann Sebastian Bach, Bild in Druckqualität [JPG, 1,31 MB] Quelle: epd Bildservice 




