Christi Himmelfahrt

Der Abschluss der Ostererzählung

"Nach seinem Leiden und Sterben hatte Jesus sich den Aposteln wiederholt gezeigt und ihnen die Gewissheit gegeben, dass er lebte. Während vierzig Tagen kam er damals zu ihnen und sprach mit ihnen darüber, wie Gott seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden werde."

So erzählt der Anfang der biblischen Apostelgeschichte von der Zeit nach Ostern. Mehrmals hatten die Jünger Jesu Erscheinungen des Auferstanden in verklärter Gestalt gehabt.

Davon reden ausführlicher die Schlusskapitel der Evangelien. Die Jünger haben diese Erscheinungsbegegnungen als Erweis der Auferstehung des Jesus von Nazareth von den Toten verstanden. Sie gewannen so die Überzeugung, dass Jesus zu dem Gott, den er als seinen Vater bezeichnet hatte, erhöht worden ist.

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Jesus Christus ist in den Himmel aufgefahren. © rudall30 - Fotolia.com

Das Ende dieser Begegnungen erzählt die Apostelgeschichte wie folgt: "Jesus sprach zu ihnen: »Ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bin an das Ende der Welt.« Während er das sagte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben. Eine Wolke nahm ihn auf, sodass sie ihn nicht mehr sehen konnten. Als sie noch wie gebannt nach oben starrten und hinter ihm hersahen, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer neben ihnen. »Ihr Galiläer«, sagten sie, »warum steht ihr hier und schaut nach oben? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen!«"

So ist die Erzählung von der Himmelfahrt Jesu Christi verbunden mit dem Hinweis auf das Kommen des Heiligen Geistes. Damit wird das Pfingstfest einige Tage später zur Fortsetzung der Himmelfahrtsgeschichte. Fazit: Der göttliche Christus geht, damit er im göttlichen Geist überall bei seinen Jüngerinnen und Jüngern sein kann.

Aus dem Wissen um den Zusammenhang zwischen der Himmelfahrt Christi und der Geistsendung wurde in den ersten Jahrhunderten der Himmelfahrt Christi nur an Pfingsten gedacht. Erst seit dem 4. Jahrhundert feiert die Kirche das Himmelfahrtsfest eigenständig, nämlich vierzig Tage nach dem Auferstehungsfest, das heißt am Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern.