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Vielfältige kirchliche Landschaft


Kirchen in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) und außerhalb


Im allgemeinen Sprachgebrauch wird von "der" Evangelischen Kirche und "der" Katholischen Kirche gesprochen. Dabei wird häufig übersehen, dass die evangelische Seite so einheitlich nicht ist.

Neben den Kirchen lutherischen, reformierten und unierten Bekenntnisses in der Evangelischen Kirche Deutschlands EKD (hyperlink EKD) gibt es darüber hinaus eine große Anzahl protestantischer Freikirchen (hyperlink VEF). Manche dieser Freikirchen haben weltweit eine beträchtliche Mitgliederzahl und erscheinen nur in Deutschland als klein.

Die Vielzahl der Kirchen ist wesentlich verursacht vom reformerischen Bemühen um die wahre Kirche. Als Martin Luther vergeblich die Einberufung eines universales Konzils forderte, um die notwendigen gesamtkirchlichen Reformen des ausgehenden Mittelalters in Angriff zu nehmen, blieb nur der Ausweg, sich als eigenständige Kirchen zu etablieren. Die Reformation wurde zur Sache einzelner Territorien oder Länder (Augsburger Religionsfrieden 1555). Freiheitsdrang und Perfektionismus führten von Anbeginn zu immer neuen Bewegungen und Gemeinschaftsgründungen, die sich im 19. Jahrhundert u. a. als Freikirchen formierten und immer weitere Aufbrüche aus sich heraussetzen.


Menschen unterschiedlicher Religionen leben in dieser Welt


Verpflichtung zur Einheit trotz aller Verschiedenheit

Bei allen Unterschieden der Kirchen, die sich im Gefolge der Reformation herausgebildet hatten, bleibt die Verpflichtung zur Einheit bestehen (Joh 17). In England etwa geschah die Einführung der Reformation unter dem Vorbehalt, dass sich dereinst die verschiedenen christlichen Länder auf die Einberufung eines Konzils verständigen könnten, auf dem dann die entscheidenden Fragen der Kirchenreform verhandelt werden sollten. Der konziliare Gedanke, der die Versöhnung verschiedener Kirchen im Blick behält, prägt die kirchliche Landschaft in Deutschland heute (hyperlink GEKE).

So arbeiten neben den beiden großen Kirchen, der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche, über 15 Kirchen seit 1973 in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg zusammen. Hier ist auch die aus der Katholischen Kirche hervorgegangene Altkatholische Kirche einbezogen. In der ACK arbeiten auch orthodoxe Kirchen mit, deren Mitglieder hier zugezogen sind. Die Zugehörigkeit zu den ACK-Kirchen ist ein Zeichen für ihre ökumenische Gesinnung. In diesen Horizont gehören aber auch alle Kirchen und Gemeinschaften von zugezogenen Menschen, die in Verbundenheit zu ihrer Herkunft ihr Christentum leben.


Kontakt und Informationen

Referat für Mission, Ökumene und kirchlichen Entwicklungsdienst

im Evangelischen Oberkirchenrat

Gänsheidestr. 4

70184 Stuttgart

Telefon 0711 2149 517

ked-partnerschaften@dont-want-spam.elk-wue.de

Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen

Pfarrerin Annette Kick

Telefon: 0711 2068 276

annette.kick@dont-want-spam.elk-wue.de

Dr. Hansjörg Hemminger

Telefon: 0711 2068 236

hansjoerg.hemminger@dont-want-spam.elk-wue.de


Mehr zum Thema

Gemeinden anderer Sprache und Herkunft

Weiterführende Links

Die landeskirchliche Fachstelle für Weltanschauungsfragen

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EKD)

Die ACK in Baden-Württemberg


Downloads

Handbuch für Kirchengemeinderäte Kapitel 6 [PDF, 250 KB]
Informationen über Kirchen, Freikirchen und Bewegungen


(Wieder)Eintritt in die Kirche
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