Verein für Kirche und Kunst in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg e.V.
Förderung von Kunst im Raum der Kirche

- Martinskirche Oberesslingen
Im Jahr 1857 gründeten württembergische Pfarrer, Stuttgarter Mäzene und Künstler den "Verein für christliche Kunst". Ihre Initiative richtete sich gegen ein staatlich organisiertes Kirchbau-Programm. Dabei ging es ihnen um angemessene Gestaltung von Gottesdiensträumen und um Förderung von Kunst im Raum der Kirche. Mit 1.500 Mitgliedern zählt der Verein zu den größten Kunstvereinen im Land.
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein hat der Verein maßgeblich auf Kirchbau und Kunstverständnis – auch über die Grenzen der württembergischen Landeskirche hinaus – Einfluss genommen. Nachdem der Leitbegriff "christliche Kunst" missverständlich geworden war, hat sich der Verein 1993 neu konstituiert und führt seither den Namen "Verein für Kirche und Kunst". Er signalisiert damit Offenheit und Interesse auch für gegenwärtige künstlerische Äußerungen.
Im jetzt zurückliegenden Jahrzehnt hat der Verein zu erheblichen Veränderungen im Verhältnis von Kirche und Kunst beigetragen: Mit seiner Hilfe sind eine landeskirchliche Kunststiftung und das Vollzeit-Amt des Kunstbeauftragten entstanden. Vorstand: Vorsitzender - Akademiedirektor Jo Krummacher 2. Vorsitzende - Bildhauerin G. Angelika Wetzel Finanzen - Johann Albrecht Schüle Assoziierte Vorstandmitglieder: Öffentlichkeitsarbeit - Johannes Koch Kunstbeauftragter der Landeskirche - Reinhard Lambert Auer M.A.
150 Jahre im Dialog mit Kirche und Kunst
Der Verein für Kirche und Kunst feierte 2007 sein 150-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum zeigte der Verein zwei Installationen, die in und an der Stuttgarter Markuskirche zu sehen waren.
Am Turm der Markuskirche leuchtete blau ein großer Balken des Künstlers Nikolaus Koliusis, in der Kirche war eine Lichtinstallation der Künstlerin Chris Nägele zu sehen. Bei den Jubiläumsfeierlichkeiten unter Schirmherrschaft von Herzog Friedrich von Württemberg gab es Vorträge, einen Festgottesdienst mit Landesbischof Frank Otfried July und einen Empfang.
Kunstminister Peter Frankenberg würdigte in seiner Rede den Verein und generell das Engagement der Kirchen in der Kunst, die auch damit "einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag" leisteten.
Alle Informationen über den Verein für Kirche und Kunst finden Sie auch unter www.kirche-kunst.de.
Förderung des Dialogs zwischen Kunst und Kirche - eines der Ziele des Vereins
Kulturelle Zielsetzungen
- Förderung des Dialogs zwischen Kunst und Kirche
- Sensibilisierung für das künstlerische Erbe in der Kirche, für die Bedeutung der Kirchenräume und ihrer Ausstattung
- Entwicklung von Qualitätsbewusstsein und Wahrnehmungsfähigkeit für die Gestaltung kirchlicher Räume und Einrichtungen sowie für Formen öffentlicher Präsentation
- Horizonterweiterung für Mitglieder in den Kirchengemeinden und für Künstler und Kulturschaffende
- Vermittlung von Information über aktuelle Entwicklungen, wichtige Veranstaltungen, herausragende künstlerische oder architektonische Realisierungen, kunstgeschichtliche Besonderheiten, über Theologie und Ästhetik, über Künstler und Experten.
- Brückenbau zwischen bildender Kunst und darstellenden Künsten, Literatur, Musik usw.
- Verbesserung des kirchlichen Images im kulturellen Umfeld
- Zusammenarbeit mit der landeskirchlichen Stiftung Kirche und Kunst, mit dem landeskirchlichen Kunstbeauftragten, mit dem Museum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit Artheon, der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche.
Aktivitäten und Angebote
- Jahrestagungen mit Ausstellungen
- Boller Bußtag der Künste
- Atelierbesuche
- Kunstbeiträge für den Gottesdienst
- Publikationen und Kunstzeitung "dialog"
- Förderung bei Ausstellungen und Wettbewerben, Ausstattungen und Restaurierung in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen
Wachsendes Interesse an Kunst und Religion

- Kirchenraum
Beide – Kunst wie Religion – gehören zu den Systemen unserer Kultur. Ihre Beziehung zueinander ist gekennzeichnet durch besondere Nähe oder durch besondere Spannung. Darum bedarf sie stets neuer Klärung – gerade im evangelischen Umfeld.
Schließlich spielen in der protestantischen Kirchengeschichte Bilderverbot und Bildersturm eine einschneidende Rolle. In der Zeit der Romantik hat der Protestantismus als Religion der Innerlichkeit neue Zugänge zu Kunst, Bild und Gestaltung gefunden.
Zur Milleniumswende ist "das ästhetische Jahrzehnt" proklamiert worden. Das Interesse für Kunst – für historische ebenso wie für aktuelle – wächst in der Evangelischen Kirche. Auch entdecken Gemeinden den Kirchenraum neu als besonders gestalteten Ort zur Feier der Nähe Gottes.
Diese Entwicklungen hat der Verein für Kirche und Kunst mit ins Rollen gebracht, obwohl sie mitunter auf Ignoranz und Defizite stoßen.
Heute sind es mehr als 2000 Mitglieder, die zur Kunstförderung in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg beitragen, darunter Kirchengemeinden, Künstler, Architekten und kunstinteressierte Kirchenmitglieder.
Kontakt und Informationen
Landeskirchlicher Kunstbeauftragter
Kirchenrat Reinhard Lambert Auer M.A.
Evang. Oberkirchenrat
Gänsheidestr. 2-4
70184 Stuttgart
Fon: (07 11) 21 49-239
Fax: (07 11) 21 49-9239
Redaktion der Zeitschrift "dialog"
Pfarrer Johannes Koch
johannes.koch_servatius@t-online.de
www.kirche-kunst.de
Verein für Kirche und Kunst
Der Kunstbeauftragte der Landeskirche
Weiterführende Links
Christliche Kunst spirituell erschließen
Downloads
Flyer Verein für Kirche und Kunst
Informationsbroschüre des Vereins für Kirche und Kunst [PDF, 200 KB]








