Oberkirchenrat i.R. Hansgeorg Bauer wird 75
Der ehemalige Oberkirchenrat und Bildungsdezernent, Hansgeorg Bauer, feiert am Sonntag, 17. Oktober, seinen 75. Geburtstag. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1998 war der gebürtige Bayer zwölf Jahre lang Mitglied des Evangelischen Oberkirchenrates in Württemberg. Sonst hat der Theologe bis 1986 ausschließlich in seiner Heimat gewirkt.

- Hansgeorg Bauer [Foto: Privat]
Mit welchen Gedanken sehen Sie Ihrem Geburtstag entgegen?
Fünfundsiebzig zu werden ist kein Verdienst, das besonderer Ehre würdig machte. Diesen Tag erleben zu dürfen, macht dankbar Gott gegenüber – und den Menschen gegenüber, die mich begleitet haben durch all die vielen Jahre!
Ich freue mich darauf, meinen Geburtstag entspannt und fröhlich im Kreis der Familie begehen zu dürfen. Weil es diesmal ein Sonntag ist, habe ich mir gewünscht, mit den Gästen den Gottesdienst in der oberfränkischen Dorfkirche zu besuchen, in der ich in jungen Jahren als Pfarrer tätig war.
Was war und ist in Ihrem Leben wichtig?
In diesen Tagen ist mir wieder bewusst geworden, wie vielen unterschiedlichen Menschen ich in meinem beruflichen Leben begegnen durfte – Bauern und Ministerialräten, Patriarchen und Vikaren, ausgelassenen Schülern und engagierten Lehrern, Bayern und Griechen, Württembergern und Badenern ... – in vielseitigen Aufgaben und Herausforderungen. Dabei habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass mir Vertrauen entgegen gebracht wird, viel Vertrauen! Das empfinde ich als großes Geschenk!
In meinem Bücherschrank habe ich bis zum heutigen Tage – für mich gut sichtbar – einen Ausspruch Martin Luthers stehen: „ Ein Christ soll nicht ein Sauerseher sein, der die Leute anschnauzt und davon überzeugt ist, dass keiner Recht hat außer ihm, sondern einer, mit dem Jedermann gern umgeht, kurz: ein freundlicher Mensch.“
Was wünschen Sie sich: für sich, für unsere Kirche, für unsere Welt?
Für mich wünsche ich, dass ich das Lachen nicht verlerne, wenn ich älter werde. Es ist eine Gottesgabe, gespeist aus Gottvertrauen!
Für die Kirche wünsche ich, dass sie jung bleibt – und den jungen Menschen nah!
Für die Welt wünsche ich, dass der barmherzige Gott unseren Globus in Händen hält und nicht fallen lässt. Dass ER immer wieder Menschen beruft, die Frieden stiften und Menschen einander achten lehrt – in Stuttgart genauso wie in Jerusalem oder Kabul und, und, und…




