Nächstenliebe in der einen Welt
Kirche setzt sich ein für Gerechtigkeit, Friede und Menschenwürde
"Überwindung der Armut, des Hungers und der Not in der Welt und ihrer Ursachen" - so beschrieb die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland 1968 die Aufgabe der kirchlichen Entwicklungsarbeit.
Das kirchliche Engagement ist vor allem Hilfe zur Selbsthilfe nach dem Motto "Gibst du einem Hungrigen einen Fisch, ernährst du ihn heute. Gibst du ihm ein Boot und eine Ausbildung, kann er sich selbst ernähren."
Der kirchliche Entwicklungsdienst leistet finanzielle Hilfe für konkrete Projekte und für umfassende Programme; er gibt Stipendien für die Ausbildung einheimischer Mitarbeiter und entsendet auf Bitten der Partner eigene Fachkräfte. Er tritt für die Menschenrechte ein (Advocacy) z.B. im ökumenischen Bündnis gegen HIV/AIDS und engagiert sich für mehr Gerechtigkeit im Welthandel und für die Entschuldung der armen Länder (Lobbyarbeit). In Deutschland unterstützt er lokale Aktionsgruppen und beteiligt sich an der Diskussion, welche Fehlentwicklungen bei uns andere Länder in Armut halten.
Gemeinschaftsaufgabe aller Landes- und Freikirchen
Kirchlicher Entwicklungsdienst geschieht vor allem als Gemeinschaftsaufgabe aller Landes- und Freikirchen, finanziert durch Kirchensteuern und Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) im Evang. Entwicklungsdienst (EED) oder durch Spenden in der Aktion "Brot für die Welt". Soforthilfe nach Erdbeben, Überschwemmungen und Hungersnöten leistet die "Diakonie Katastrophenhilfe". Die Landeskirche ist an Oikocredit, der Ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft für entwicklungsbezogene Kredite beteiligt.
Die Landeskirche führt auch eigene Programme durch, unterstützt Entwicklungs-projekte und beteiligt sich an Kampagnen. Um mehr Bewusstsein für mehr Gerechtigkeit für die Eine Welt zu wecken, hat die Landeskirche das Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB) eingerichtet. Das ZEB unterstützt die entwicklungsbezogene Bildung in Gemeinden und Gruppen und gewährt dazu Zuschüsse. Ein wichtiges Anliegen ist die Förderung des Fairen Handels und die Weltladenarbeit.
Die über 200 Partnerschaften von Gruppen, Gemeinden und Kirchenbezirken zu Partnern in anderen Ländern sind wichtige Bausteine für eine gerechtere Welt. Unterstützt werden die Anliegen des Kirchlichen Entwicklungsdienstes auch durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dienstes für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMOE).
Wichtige Kooperationspartner sind auch andere nichtstaatliche Organisationen wie der Dachverband Entwicklungspolitik in Baden Württemberg (DEAB) oder die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit (SEZ) sowie das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.
Weitere Informationen bei
Referat für Mission, Ökumene und kirchlichen Entwicklungsdienst
im Evangelischen Oberkirchenrat
Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart
Tel. 0711 2149-517
ked-partnerschaften@elk-wue.de
Adressen und Links zum Thema kirchlicher Entwicklungsdienst
Dezernat Theologie und weltweite Kirche im Oberkirchenrat Stuttgart
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