Pressemitteilung vom 18.05.2009:

Kirchen bauen „Uhrwerk-Pavillon“ für Landesgartenschau 2010

Fünf christliche Kirchen präsentieren sich von Mai bis Oktober in Villingen-Schwenningen

Stuttgart / Villingen-Schwenningen. Die Kirchen von Baden und Württemberg werden 2010 in Villingen-Schwenningen auf der Landesgartenschau mit einem eigenen Pavillon präsent sein. In Anlehnung an die Uhrentradition der Zwillingsstadt ist das Gebäude einem Uhrwerk nachempfunden.
Sechs runde Plateaus von unterschiedlichen Durchmessern und Höhen greifen wie Zahnräder ineinander. Sie haben unterschiedliche Funktionen. So bietet ein Plateau einen gestuften Sitzbereich für die Besucher von Andachten und Konzerten. Auf einer anderen Ebene kann man Gebetskerzen in Wasserbassins schwimmen lassen. In der mittleren Kreisfläche wird ein Altar stehen. Der Architekt Steffen Halder hat den seitlich offenen und teilweise überdachten Uhrwerk-Pavillon entworfen, der über einen hölzernen Steg, quasi dem Uhrzeiger, zugänglich sein wird.
 
Das biblische Leitwort für den kirchlichen Beitrag zur Landesgartenschau lautet „Alles hat seine Zeit“ (Prediger Salomon). „Während alltägliches Leben häufig von der Gleichzeitigkeit vieler Aufgaben, von Stress und Beschleunigung geprägt ist, wollen wir gegenlaufende Erfahrungen ermöglichen“, erklärt die katholische Pastoralreferentin Elisabeth Mittnacht. Nach Auskunft der evangelischen Landesgartenschaupfarrerin Anna-Christina Fischer wird es an jedem Werktag eine „Atempause“ genannte Andacht geben und jeden Mittwoch ein Abendkonzert. Außerdem würden lokale Gruppen und Einrichtungen, etwa der Hospizdienst, Jugendwerke, Ordensgemeinschaften und Kindergärten, täglich ein Programm anbieten. Mehrere hundert Ehrenamtliche seien vom 12. Mai bis 10. Oktober 2010 im Pavillon und an so genannten Lebenszeit-Stationen rund um den Bau der Kirchen im Einsatz. Die vier Bischöfe der badischen und der württembergischen evangelischen Landeskirchen sowie der beiden katholischen Diözesen in Baden und Württemberg und auch die Bischöfin der evangelisch-methodistischen Kirche haben die Schirmherrschaft für das kirchliche Engagement übernommen. Sie werden Sonntagsgottesdienste gestalten.
 
Uhrwerk-Pavillon, Lebenszeit-Stationen, Programm und Werbung werden 220.000 Euro kosten. Die Finanzierung soll aus kirchlichen Mitteln sowie mit Hilfe von Unternehmens-Patenschaften für die Uhrwerk-Plateaus als Sponsoring oder Spende erfolgen. Erste Zusagen gibt es bereits. So wird die Anton Ehrmann-Stiftung 40.000 Euro spenden und die Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge-Versicherung 10.000 Euro. Seitens der Landesgartenschau wird das kirchliche Engagement ausdrücklich begrüßt, wie Geschäftsführer Michael Martin erklärt: „Schöpfung, Natur und viele Menschen – da gehören die Kirchen unbedingt dazu.“
 
Druckfähige Bilder stehen unter http://www.elk-wue.de/index.php?id=47650 zum Herunterladen bereit.

Helmut Liebs/Christian Tsalos

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